Der Wasserspringerclub Rostock e.V. (WSC) leistet seit 27 Jahren eine hervorragende Arbeit im Kinder- und Jugendbereich, im Breiten- und Senioren- sowie auch im Spitzensport. Mit einer kleinen Feier dankte der Verein am Dienstag (27. Oktober 2026) in der Neptun-Schwimmhalle allen Sportlern der A/B/C-Jugend und den jungen Erwachsenen für ihre herausragenden Leistungen, die allein bei Deutschen Meisterschaften in diesem Jahr insgesamt 79 Medaillen, darunter 25-mal Gold, 33-mal Silber und 21-mal Bronze nach Rostock holten. Darüber hinaus vertreten WSC-Athleten die Hansestadt sehr erfolgreich bei internationalen Wettkämpfen, Europa- und Weltmeisterschaften sowie bei den Olympischen Spielen.
Vereinsvorsitzende Annette Rösler dankte den elf Trainern des Vereins für die „brillante Nachwuchsarbeit“, für ihr außerordentliches Engagement und das große Verantwortungs-bewusstsein im Umgang mit den Heranwachsenden. Sie betonte, dass die Grundlagen für herausragende Leistungen schon früh gelegt werden. Beispielsweise erlernen über 300 Kinder jährlich beim WSC das Schwimmen. Mit 14 Jahren gäbe es für die besten Wasserspringer bereits die Chance, sich weltweit zu messen. Unabhängig vom sozialen Status und den finanziellen Möglichkeiten der Familien. Annette Rösler unterstrich: „Ich danke in diesem Zusammenhang allen Eltern, Ehrenamtlern, Förderern und Sponsoren. Ohne die großartige Unterstützung sind kontinuierliche Erfolge nicht machbar.“
Blumen als Dankeschön erhielt auch der Vereinsvorsitzende der Jahresköste der Kaufmannschaft zu Rostock e.V. Öllermann Marcus Diestel. „Wir haben sehr gern geholfen und für Mobilität gesorgt, als die Trainingsmöglichkeiten durch die Dachsanierung der Neptun-Schwimmhalle eingeschränkt waren“, meinte Marcus Diestel. Die Kaufleute unterstützten die Wasserspringer mit einer Anschubfinanzierung für einen Kleinbus und spendeten 15.000 Euro. „Es ist beeindruckend, wenn man hört, dass 17- und 18-jährige Rostocker schon mehrfache Europa- und Weltmeister sind“, erklärte Diestel. Der WSC sei für die Hanse- und Universitätsstadt ein „großartiges Aushängeschild“.
Rostock ist einer von fünf Bundesstützpunkten im Wasserspringen in Deutschland und hat einige der besten deutschen Wasserspringer im eigenen Verein. „Wir sind Konkurrenten und Freunde zugleich. Das ist Ansporn für uns“, erklärte Iven Prenzyna (17), der mit einem Berliner Partner in diesem Jahr einen vierten Platz bei der Junioren-WM im Turm-Synchronspringen erreichte und bei den Deutschen Meisterschaften (DM) 1-mal Gold und 2-mal Silber gewann. Mehrfacher Europa- und Weltmeister im Juniorenbereich im Kunstspringen vom Ein- und Dreimeterbrett ist Finn Awe (17). Der Rostocker gewann bei den Deutschen Meisterschaften in diesem Jahr 5-mal Gold und 1-mal Silber. Finn Awe hat große Ambitionen, möchte im kommenden Jahr auch bei den Erwachsenen seine Erfolgsbilanz fortsetzen und „perfekte Salti und Schrauben“ springen. In seiner zweiten Saison bei den Erwachsenen bewährt sich Mahi Gruchow (19) aus Rostock. Bei zahlreichen Wettkämpfen erfolgreich am Start, steckt er zudem in den Vorbereitungen auf sein Abitur. Das falle nicht immer leicht, gibt er zu. In der offenen Klasse holte er in diesem Jahr bei den DM zwei Bronze-Medaillen. Einmal Bronze gab es bei den DM für Emily Steinhagen. Die 20-jährige Sportsoldatin hatte mit vier Jahren in Rostock das Schwimmen erlernt und ist seitdem dem Wassersport treu geblieben. Sie erreichte Medaillen bei den Junioren-Europameisterschaften, war Finalistin bei Junioren-Weltmeisterschaften und startete bei den Erwachsenen ein erfolgreiches internationales Debüt in Bozen (Norditalien) bei den International Diving Meet, an dem neun Nationen an den Start gingen. Sie gewann im 3-Meter-Mixed Synchronspringen gemeinsam mit ihrem Partner Lou Massenberg (Berliner TSC) die Bronzemedaille. Ein persönliches Highlight war das Treffen mit ihrem großen Vorbild Tania Cagnotto, der italienischen Weltmeisterin und Olympiasiegerin, deren Eleganz sie stets begeisterte.
Ole Rösler (19), im Jahr 2025 Europameister bei den Junioren im Turmspringen, bewies 2026 Talent und Nervenstärke auch im Erwachsenenbereich. Der Turmspringer vom WSC Rostock holte bei den Europameisterschaften in Paris Silber im Mixed-Synchron und Bronze im Einzel vom 10-Meter-Turm, der Königsdisziplin. Die beiden EM-Medaillen krönen eine starke Saison des jungen Rostockers, der beim WSC von Michail Sachiasvili trainiert wird. Im Februar wurde Rösler Deutscher Hallenmeister vom Turm, im April gewann er beim Canada Cup in Windsor mit Vereinskollege Espen Prenzyna das Turm-Synchronspringen und holte zusätzlich Bronze im Einzel.
Die Kaufmannschaft Rostock zeigte sich am Dienstag sehr beeindruckt von den Leistungen und gratulierte dem erfolgreichen Rostocker Wasserspringer-Team und seinen Trainern.


